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Radwallfahrt 2008 von Baden-Baden nach Moncalieri


Fahrradwallfahrt 2008 – Auf den Spuren des seligen Bernhards von Baden

 

35°C im Schatten, wolkenloser Himmel, Pizza und Pasta, Santa Maria della Scala und Mole Antonelliana.

Das war am Ende unserer zweiwöchigen Fahrradtour, die uns vom Geburtsort Bernhards, Baden-Baden, quer durch die Schweiz bis zu seinem Sterbeort Moncalieri bei Turin führte.

21 Fahrradfahrer und Fahrradfahrerinnen aus der ganzen Erzdiözese trafen sich am Sonntag, 17.08., um mit einem Gottesdienst in der Bernhardskirche in Baden-Baden die knapp 800 km in Angriff zu nehmen. Unsere folgenden Fahrtage begannen wir immer gemeinsam mit einem Morgenlob und endeten mit einem Tagesrückblick und dem gemeinsamen Vater unser. Dazwischen lagen mehr oder weniger anstrengende Kilometer (zwischen 60 km und 110 km), die wir in vier Kleingruppen bewältigten. Abends nutzten wir die Zeit, um uns inhaltlich mit Bernhard von Baden, seiner Zeit und seiner Berufung auseinander zu setzen; Themen waren u.a.:

-         Was bedeuten Heilige für mich?

-         Die Geschichte Badens

-         Die Zeit des Mittelalters

-         Christianitas – Was bedeutet Christsein für mich?

Durch den immer gleich strukturierten Tagesablauf und die Möglichkeit, während des Fahrrad-Fahrens über die Dinge nachzudenken, die einen bewegen, traten Kleinigkeiten in den Vordergrund, die man in seinem Alltag als selbstverständlich betrachtet:

die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft fremder Menschen, der Luxus von Duschen und Betten, der warme Tee auf dem kalten Alpenpass, das gemeinsame Schweigen und Singen am Abend sowie die Schönheit der Landschaft

Unsere Unterkünfte reichten von einfachen Schlafmöglichkeiten auf Isomatten in Pfarrheimen und Turnhallen über Jugendherberge und Luftschutzbunker bis hin zu der Möglichkeit in unterschiedlichen Klöstern zu übernachten. Hierbei war besonders das Kapuzinerkloster St. Maurice ein Highlight, das uns durch seine spannende und sichtbare Geschichte sehr beeindruckte. Der folgenden Tag wurde für uns alle der – im wahrsten Sinne des Wortes – absolute Höhepunkt unserer Wallfahrt: Der 55 km lange Anstieg auf den Großen St. Bernhardspass zog sich mit einer Steigung zwischen 5% und 11% durch die Walliser Alpen, wobei uns besonders die letzten 6 km mit durchschnittlich 10% die Kräfte raubten. Dennoch kamen wir alle glücklich und zufrieden am Hospiz auf dem Pass an. Dieser Tag wird uns wohl allen unvergesslich in Erinnerung bleiben. Auch die Abfahrt verlief glücklicherweise ohne Probleme, so dass wir zwei Tage später wohlbehalten in Moncalieri ankamen.

In den folgenden zwei Tagen feierten wir einen Dankgottesdienst in der Kirche Santa Maria della Scala, in der die Gebeine des seligen Bernhard aufbewahrt werden, besichtigten Turin mit seinem berühmten Grabtuch und genossen la dolce vita. Leider wurde unser letzter Tag in Turin durch den Diebstahl zweier unserer Fahrräder getrübt. Glücklicherweise war dies neben einem komplizierten Fingerbruch gleich am ersten Tag, wodurch die Fahrradtour für diese Radlerin leider beendet war, die einzigen schlechten Erfahrungen auf unserer Reise.

Zum Abschluss unserer Radwallfahrt trafen wir uns mit unserem Erzbischof Robert Zollitsch zu einem austauschenden Gespräch über die Erfahrungen und Erlebnisse der letzten beiden Wochen. Auch berichtete unser Erzbischof von der diözesanen Wallfahrt nach Moncalieri, die zum 550. Todestag am 15 Juli stattgefunden hatte.

Nach einem gemeinsam vorbereiteten und gefeierten Gottesdienst im Freiburger Münster am Sonntag, 31.08., hieß es Abschied nehmen. Erfüllt von vielen schönen Erinnerungen und Erfahrungen freuen wir uns jetzt schon auf unser Nachtreffen und auf die nächste Fahrradtour, die 2009 von Berlin nach Krakau führen wird.

 

 

Tobias Knopf und Dorothee Oehmen

 









































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Jugendliche und
junge Erwachsene

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